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Testing Senior Woman For Covid-19

Wie lautet die genaue Bezeichnung für das neuartige Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus trägt den medizinischen Namen SARS-CoV-2. Ins Deutsche übersetzt heißt SARS schweres akutes Atemwegssyndrom. Es löst die Krankheit COVID-19 aus. In den Medien werden auch folgende Bezeichnungen benutzt:

  • Neuartiges Coronavirus
  • Neuartige Coronaerkrankung
  • COVID
  • Coviderkrankung

Wie steckt man sich mit dem Coronavirus an?

Das Coronavirus wird hauptsächlich in kleinen Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen:

  • Es gelangen virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute in Nase, Mund und Auge.
  • Eine Übertragung durch in der Luft schwebende kleinste Teilchen (Aerosole) ist ebenfalls möglich.
  • Eine Übertragung durch Oberflächen ist ebenfalls nicht gänzlich ausgeschlossen, insbesondere in der unmittelbaren Nähe einer infizierten Person.

Wie gelangen die virushaltigen Tröpfchen auf die Schleimhäute?

  • Beim zu wenig Abstand halten: Wenn Sie weniger als mindestens 1,5 Meter Abstand zu einer infizierten Person halten, kann diese das Virus z. B. durch Sprechen, Husten oder Niesen auf Sie übertragen.
  • Beim Händeschütteln: Wenn die Hände Ihres Gegenübers beim Husten oder Niesen vor das Gesicht gehalten wurden und Sie sich anschließend selbst mit der Hand ins Gesicht fassen.
  • In geschlossenen Räumen: Beim längeren Aufhalten in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen, auch über eine größere Distanz als 1,5 Meter (zum Beispiel beim Singen oder laut Sprechen).

Welche Rolle spielt unser Immunsystem?

Nicht alle Viren, die den Menschen befallen, machen uns tatsächlich krank. Denn oft reagiert unser Immunsystem schnell und bekämpft die Eindringlinge mit Erfolg. Das Immunsystem älterer Menschen kann jedoch anders und oftmals langsamer als das Immunsystem jüngerer Menschen reagieren:

  • Ältere Menschen sind deshalb anfälliger für Infektionskrankheiten und erkranken häufig schwerer als jüngere Menschen.
  • Ältere Menschen bilden bei Infektionen seltener hohes Fieber aus als jüngere Erwachsene. Dadurch werden Infektionskrankheiten oftmals später erkannt.

Woran erkenne ich, dass ich mich angesteckt habe?

Wenn ein Mensch sich ansteckt, dauert es durchschnittlich 5–6 Tage (die Spannweite liegt bei 1–14 Tagen), bis Krankheitszeichen auftreten.

  • Häufige erste Anzeichen: Husten und Fieber
  • Weitere Anzeichen: Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- /Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeine Schwäche
  • In seltenen Fällen: Übelkeit und Durchfall

Wie wird eine Infektion nachgewiesen?

Der Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erfolgt über einen Test.

  • Medizinisches Personal gewinnt eine Probe, indem aus dem Rachenraum Sekret entnommen wird (Abstrich).
  • Die entnommene Probe wird in einem Schutzröhrchen in ein Labor gebracht.
  • Im Labor findet die Auswertung statt.
  • Der vollständige Name des Tests lautet „Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion“, gebräuchlich ist die Abkürzung RT-PCR.

Wie verläuft die Erkrankung?

Der Verlauf der Erkrankung unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.

  • Etwa 80 Prozent der Menschen erkranken nur leicht.
  • Es gibt aber auch Menschen, die lebensbedrohlich erkranken und an einer schweren Lungenentzündung, Schlaganfall oder Embolie sterben.

Welche Personen sind besonders gefährdet?

  • Ältere Menschen
    • Ab dem Alter von etwa 50 bis 60 Jahren nimmt das Risiko, nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schwer zu erkranken, stark und stetig zu. Dies ist einerseits durch das veränderte Immunsystem bedingt. Teilweise holen ältere Menschen auch erst später ärztlichen Rat ein, weil z. B. Fieber bei Infektionen seltener auftritt oder völlig fehlt. Vor allem leiden ältere Menschen aber häufiger an Vorerkrankungen, die das Risiko eines schwereren Verlaufs erhöhen.
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen
    • Chronische Erkrankungen wie Diabetes, starke Adipositas (Fettleibigkeit), Erkrankungen der Atemwege, der Leber und der Niere, des Immunsystems, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen stellen Risikofaktoren dar. Je mehr Vorerkrankungen vorliegen, desto höher ist das Risiko.

Warum sollten gerade jetzt ältere Menschen ihre Kontakte auf ein Minimum beschränken?

Das Coronavirus wird vor allem durch persönlichen Kontakt zwischen Menschen übertragen. Durch die Beschränkung soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Gründe hierfür sind:

  • Viele Menschen haben keine oder nur sehr milde Krankheitszeichen. Deshalb verbreiten sie das Coronavirus unbemerkt.
  • Ältere Menschen erkranken häufiger schwer. Sie müssen dann im Krankenhaus, oftmals auf der Intensivstation, behandelt werden.

Gibt es einen Impfstoff?

Bei vielen Viruserkrankungen schützt uns eine Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf.

Aber:

  • Gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ist aktuell noch kein Impfstoff zugelassen.

Gibt es Impfungen, die aktuell empfohlen werden?

Besprechen Sie die für Sie empfohlenen Impfungen mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Menschen über 60 Jahren wird aktuell geraten:

  1. Eine Pneumokokken-Impfung durchzuführen
    • Pneumokokken sind Bakterien, die schwere Lungenentzündungen und Blutvergiftungen auslösen können.
  2. Eine Influenza-Impfung durchzuführen
    • Grippeviren treten meist von Herbst an bis Ende März auf. Eine Grippeschutzimpfung empfiehlt sich daher im Herbst.

Diese Impfungen bieten keinen Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung, können jedoch eine Doppelbelastung durch mehrere Infektionen verhindern.

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